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NICOLAS POUSSIN

Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe

1651

Öl auf Leinwand
Inv. Nr. 1849

193 × 274 cm

zur  Biographie

Fast alle Werke Poussins, des Hauptvertreters jener klassizistischen Spielart des Barock, die in der antikisch geschulten Beherrschtheit ihres Pathos unserer Vorstellung von der Epoche zuwiderläuft, sind in Rom entstanden, wo er den größten Teil seines Lebens verbrachte. Dies gilt auch für eines seiner bedeutendsten Gemälde, die „Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe“, die er 1651 für den römischen Gelehrten Cassiano dal Pozzo schuf. Literarische Grundlage ist die bekannte Geschichte von dem tragischen Liebespaar, wie sie Ovid in den „Metamorphosen“ erzählt. Im Vordergrund stürzt Thisbe auf den am Boden liegenden Leichnam des geliebten Pyramus zu, der sich selbst gerichtet hatte im Irrglauben, Thisbe sei von einer Löwin zerrissen worden. Die Figurenerzählung jedoch wird um eine Dimension erweitert durch die dramatische Stimmung der atmosphärisch genau beobachteten Gewitterlandschaft, die ein Blitz durchfährt, der die Diagonale von Thisbes Körper und Entsetzensgestus aufnimmt. Poussin ist mit diesem Werk die geniale Verschränkung von mythologischer Geschichte, idealer Landschaft und Naturgewalt in einem geschlossenen Bildgeschehen gelungen.
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