ALBRECHT DÜRER
Bildnis einer jungen Frau
1497
Wasserfarben auf Leinwand
Inv. Nr. 937
56.3 × 43.2 cm
Obwohl heute nachträgliche Übermalungen und Firnisse den Eindruck verfälschen, handelt es sich bei diesem Porträt einer jungen Beterin um ein sog. „Tüchlein“, eine Wasserfarbenmalerei auf feinster Leinwand. Dürer hat diese Technik des Öfteren für Bildnisse benutzt. Zu dem Frankfurter Bild existiert ein Pendant in der Berliner Gemäldegalerie, das eine zweite junge Frau mit geflochtenem und hochgestecktem Haar zeigt, die Pflanzen mit erotischer Symbolbedeutung in der Hand hält. Das ursprünglich zusammengehörige Bildnispaar diente vermutlich der Erinnerung an zwei Töchter, von denen die auf dem Bild im Städel dargestellte für die geistliche Laufbahn bestimmt war, die andere ihrer Heirat entgegensah.











Dieses Bild kann ich in seiner gegenwärtigen Form nicht als ein Werk Dürers ansehen - vielleicht der Entwurf, aber das Gesicht stammt garantiert so nicht von Dürer: Das ist viel zu platt und grob für Dürer. Die betenden Hände erinnern an Dürer, aber das heißt nicht, daß das Bild wirklich von ihm stammt - vielleicht ist ein Dürer unter der gegenwärtigen Malschicht?