HANS BALDUNG GEN. GRIEN
Geburt Christi
um 1525/30
Mischtechnik auf Lindenholz
Inv. Nr. 1183
91.5 × 55.2 cm
Auf seinem Nachtstück reduziert Baldung die biblischen Angaben auf das Notwendigste und stellt die Geburt Christi ganz unter die Vorzeichen der künftigen Passion. Ein erstaunlich erwachsen wirkendes Kind mit Leidensmiene rafft seine Windel wie ein Lendentuch; ein Engel stützt es, so als hielte er bereits den Leichnam des Gekreuzigten, wie das auf Darstelllungen der sogenannten Engelspietà der Fall ist. Das in den Visionen der hl. Birgitta von Schweden erwähnte überirdische Licht, das von dem Neugeborenen ausgeht, nimmt Baldung auf einzigartige Weise ernst: Der helle Schein blendet Joseph und den Engel, nicht aber Maria, die in ihrem Sohn den Messias erkannt hat und anbetet.










