Düster und verwaist ist sie, die Rue Saint-Honoré, eine der ältesten Durchgangsstraßen von Paris. Längst schon wurde sie als Verkehrsader von der parallel verlaufenden Rue de Rivoli abgelöst. Das Kopfsteinpflaster, feucht wie die marode Substanz der komfortlosen Häuser, reflektiert den dunstigen Himmel. Fotografisch wird das alte Paris noch ein letztes Mal festgehalten, bevor es, dem Wunsch Napoleons III. gemäß, einem modernen Stadtbild weichen muss. Beauftragt mit der Ablichtung der zu eng gewordenen Metropole, geht Marville mit seinen atmosphärischen Fotografien weit über eine reine Dokumentation hinaus.










