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STIL UND VOLLENDUNG

Hendrick Goltzius und die manieristische Druckgrafik in Holland

4. Juni 2014 bis 14. September 2014

Ausstellungshalle der Graphischen Sammlung


Hendrick Goltzius (1558–1617)
Anbetung der Hirten
Städel Museum, Graphische Sammlung, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum - U. Edelmann - ARTOTHEK

Im späten 16. und im frühen 17. Jahrhundert wird die Druckgrafik in den Niederlanden von Hendrick Goltzius (1558–1617) und seinem Kreis dominiert. Es entstehen Werke, die sich durch eine demonstrativ virtuose grafische Technik, hoch gebildete und gesucht komplizierte Inhalte sowie durch eine extrem stilisierte Formgebung auszeichnen. Dieser manieristischen Druckgrafik widmet die Graphische Sammlung des Städel Museums vom 4. Juni bis 14. September 2014 eine Sonderausstellung aus dem eigenen Bestand. Goltzius ist einer der letzten großen Meister in der Technik des Kupferstichs, bevor dieser im 17. Jahrhundert von der flexibleren und persönlicheren Radierung abgelöst wird. Er experimentierte aber auch mit der schwierigen Technik des Farbholzschnitts von mehreren Druckplatten. Um seine Meisterschaft unter Beweis zu stellen, schuf er Grafiken im Stil von Albrecht Dürer und Lucas van Leyden. Neben Goltzius sind innerhalb der Ausstellung ebenfalls Künstler aus seinem Haarlemer Umkreis vertreten; so etwa Jan Saenredam (1565–1607) und Jan Harmensz. Muller (1571–1628) – der in Amsterdam einen stilistisch eigenen Weg ging und ungewöhnlich viele Probedrucke hinterlassen hat – mit einer wichtigen Gruppe von Kupferstichen.

Kuratoren: Dr. Martin Sonnabend und Annett Gerlach (Städel Museum)
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