AUSSTELLUNGEN / VORSCHAU / FANTASTISCHE WELTEN

FANTASTISCHE WELTEN.

 

Albrecht Altdorfer und das Expressive in der Kunst um 1500

5. November 2014 bis 8. Februar 2015

Ausstellungshaus


Albrecht Altdorfer (um 1480–1538)
Die Anbetung der Könige, 1530/35
Städel Museum, Frankfurt am Main
Foto: Städel Museum - U. Edelmann - ARTOTHEK

Ausgehend von Albrecht Altdorfer, Wolf Huber, dem "Meister IP" und anderen Künstlern des Donauraumes beleuchtet das Städel Museum wesentliche Neuerungen im künstlerischen Schaffen in Europa im frühen 16. Jahrhundert. Mit rund 100 Exponaten, darunter Werken von Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer und Hans Leinberger, wird gezeigt, wie Landschaften, Historien und Porträts durch das innovative, expressive Zusammenspiel von Licht, Farbe, Form und Pose neu erfunden werden. Ein Phänomen, das nicht auf den Donauraum beschränkt ist, sondern sich – wie in der Ausstellung präsentiert – in ganz Europa abzeichnet. Diese Neuerfindung zeigt sich nicht nur in grandios erzählten Bildern wie Cranachs "Schottenkreuzigung" (1501) oder Schnitzereien des "Meisters IP", die mit den ihnen eigenen dramatischen Schreckensbildern aufwarten, sondern auch in der Darstellung der Landschaft als eigenständiges, bildbestimmendes Sujet, das sogar den Menschen zu marginalisieren scheint. Überschwängliche Farbigkeit und Lichteffekte bieten Künstlern wie Albrecht Altdorfer und Wolf Huber neue, der Natur fremde Gestaltungsmittel, fernab der getreuen Naturwiedergabe ihrer Vorgeneration.

Die umfassende Ausstellung im Städel Museum entsteht in Zusammenarbeit mit der Liebieghaus Skulpturensammlung, dem Kunsthistorischen Museum (KHM) in Wien und dem Geisteswissenschaftlichen Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO) in Leipzig.

Kuratoren:

Dr. Stefan Roller (Liebieghaus Skulpturensammlung), Prof. Dr. Jochen Sander (Städel Museum), Dr. Guido Messling (KHM), Dr. habil. Jiri Fajt (GWZO)
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