Philipp Fürhofer
13.5.2023–8.10.2023

Phantominseln

Über die Ausstellung

Palmenblätter, Sonnenuntergänge, Wälder – an der Schnittstelle von Installation und Malerei strahlen dem Publikum in Leuchtkästen und Gemälden tropische Landschaften des Künstlers Philipp Fürhofer (*1982) entgegen. Doch die Naturromantik trügt: Unter aufgeplatzten Schichten von Malerei offenbart sich die Frage nach der existenziellen, wechselseitigen Beeinflussung von Mensch und Natur, einer kapitalistischen Zivilisation und der stetigen Zerstörung ihres eigenen Lebensraums. Mit Referenzen aus der Pop-Kultur verdeutlicht Fürhofer den in Zeiten des Umbruchs und der Unsicherheit stetig wachsenden Wunsch des Menschen nach Kontrolle über seine unmittelbare Umgebung und sein Selbst – den Konsum, den Körper. In einer konzentrierten Einzelausstellung präsentiert das Städel Museum neueste Werke des Künstlers. Das Zentrum bildet eine wandfüllende raumspezifische Arbeit, in der Fürhofer einen Dialog mit den architektonischen wie künstlerischen Elementen des Raumes eingeht. Es entsteht eine mystische Dschungellandschaft, in der nicht alles so ist, wie es scheint.

Kuratorin: Svenja Grosser (stellv. Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)

Abbildung: Philipp Fürhofer, Ersatzwelt, 2022, Courtesy of the artist, © Philipp Fürhofer, Foto: Henning Moser

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