Schaulust
1.10.2020–10.1.2021

Niederländische Zeichenkunst des 18. Jahrhunderts

Landschaften, sehenswürdige Orte, Blumen, exotische Tiere oder satirische Genre-Szenen – prächtige, oft großformatige und farbig ausgeführte Zeichnungen aus den Niederlanden des 18. Jahrhunderts sind aktuell im Städel Museum zu sehen.

Ausstellung

Über die Ausstellung

Mit annähernd 600 Blättern verfügt das Städel Museum über eine der umfangreichsten Sammlungen niederländischer Zeichnungen des 18. Jahrhunderts außerhalb der Niederlande und Belgiens. Diesem wertvollen Bestand widmet das Städel vom 1. Oktober 2020 bis 10. Januar 2021 eine eigene Ausstellung. Präsentiert werden 81 repräsentative Zeichnungen von heute kaum mehr bekannten, in ihrer Zeit aber oft sehr erfolgreichen Künstlern. Sie veranschaulichen exemplarisch die Struktur des Sammlungsbestands, das inhaltliche Spektrum und die künstlerische Qualität. Die häufig bildmäßig vollendeten, oft auch farbigen Handzeichnungen bedienten die Schaulust der aufgeklärten Bürgerinnen und Bürger des 18. Jahrhunderts und ihr Bedürfnis nach Austausch und Information. Mit anderen Kunstinteressierten wurde eine Gesprächskultur über Bilder durch das gemeinsame Betrachten der Zeichnungen gepflegt.

In der Ausstellung sind Entwürfe für Wand- und Deckendekorationen von Jacob de Wit, Buchillustrationen von Bernard Picart, niederländische Topografien von Cornelis Pronk, Paulus Constantijn la Fargue oder Hendrik Schepper, stimmungsvoll komponierte Landschaftszeichnungen von Jacob Cats, den Brüdern Jacob und Abraham van Strij oder von Franciscus Andreas Milatz, dekorative Blumen- und Früchtestillleben von Jan van Huysum und dessen zahlreichen Nachfolgern sowie Darstellungen exotischer Tiere von Aert Schouman oder satirische Genreszenen von Cornelis Troost und Jacobus Buys versammelt. Die ausgewählten Werke verdeutlichen eindrucksvoll die Aufwertung und Emanzipation der Zeichnung in den Niederlanden des 18. Jahrhunderts ebenso wie die immer wieder gesuchte Auseinandersetzung mit der Kunst des 17. Jahrhunderts, des sogenannten niederländischen „Goldenen Zeitalters“.

Abbildung: Aert Schouman, Eine Spitzschwanz-Paradieswitwe und ein Dominikanerkardinal, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum – U. Edelmann

Kuratorin: Annett Sandfort (ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiterin, und Stipendiatin der Stiftung Gabriele Busch-Hauck, Graphische Sammlung, Städel Museum)
Ermöglicht durch: Stiftung Gabriele Busch-Hauck

„Dass die holländische Kunstproduktion tatsächlich auch während des 18. Jahrhunderts florierte, ist nun in Frankfurts Städel Museum zu lernen.“

Die Rheinpfalz, Kai Scharffenberger, 1. Oktober 2020

„ …diese Bilder sind wirklich einzigartig.“

Hessischer Rundfunk (Fernsehen), Die Ratgeber, Jens Pflüger, 30. September 2020

„Der Städel-Kustos hat nun 81 Zeichnungen zu einer exquisiten Schau bis 10. Januar versammelt; bis auf drei Ausnahmen stammen alle Blätter von Städel oder Grambs.“

Frankfurter Neue Presse, Christian Huther, 30. September 2020
Galerie

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    Jan van Huysum, Eine Krabbe, 18. Jahrhundert

    Jan van Huysum (1682–1749)

    Eine Krabbe, 18. Jahrhundert
    Aquarell auf Büttenpapier, 183 × 294 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum

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    Jacob Cats, Winterlandschaft, 1788

    Jacob Cats (1741–1799)

    Winterlandschaft, 1788
    Feder und Aquarell auf Büttenpapier, 155 mm (Durchmesser)
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum

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    Cornelis Troost, Parkansicht mit zwei jungen Damen neben einer Herkulesstatue, nach 1737

    Cornelis Troost (1696 –1750)

    Parkansicht mit zwei jungen Damen neben einer Herkulesstatue, nach 1737 Gouache, auf Büttenpapier 248 × 358 mm Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum – U. Edelmann

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    Herman Henstenburgh, Blumengebinde, 1700

    Herman Henstenburgh (1667–1726)

    Blumengebinde, 1700
    Wasser- und Deckfarben auf Pergament, 340 × 286 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum – U. Edelmann

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    Aert Schouman, Ein Rosalöffler (Platalea ajaja), um 1760–1780

    Aert Schouman (1710–1792)

    Ein Rosalöffler (Platalea ajaja), um 1760–1780
    Wasserfarben, über schwarzem Stift, auf Büttenpapier
    251 × 375 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum – U. Edelmann

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    Johannes Pieter de Frey nach Johannes Verspronck, Bildnis einer Frau im Sessel, um 1790–1800

    Johannes Pieter de Frey (1770–1834) nach Johannes Verspronck

    Bildnis einer Frau im Sessel, um 1790–1800
    Wasserfarben, über schwarzem Stift, auf Büttenpapier
    468 × 357 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum

Graphische Sammlung

Studiensaal der Graphischen Sammlung

Mit dem ersten Besuchertag der Ausstellung ist auch der Studiensaal der Graphischen Sammlung nach Umbaumaßnahmen wieder zugänglich. Der Studiensaal bietet dem Publikum die Möglichkeit, sich einzelne Arbeiten aus dem über 100.000 Zeichnungen und Grafiken umfassenden Bestand des Städel Museums vorlegen zu lassen.

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Katalog

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  • Katalog

Zur Ausstellung erscheint im Sandstein Verlag ein umfassender, von Regina Freyberger, Martin Sonnabend und Philipp Demandt herausgegebener Katalog unter Mitarbeit von Annett Sandfort, mit einem Vorwort von Philipp Demandt und Beiträgen von Annett Sandfort.

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