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Maria Magdalena
Sin. Pray. Love.

17.9.2026–17.1.2027

Von Dürer bis Lady Gaga, von Beckmann bis Lotte Laserstein: Das Städel Museum und die Liebieghaus Skulpturensammlung präsentieren die erste umfassende Ausstellung im deutschsprachigen Raum zur außergewöhnlichen Figur der Maria Magdalena. Die Schau zeichnet nach, wie sich ihr Bild im Laufe der Jahrhunderte wandelte – von der Apostelin und treuen Anhängerin Jesu zur Sünderin und asketischen Büßerin, über die ekstatische Heilige bis hin zur modernen, selbstbestimmten Frau als Identifikationsfigur. 

Über die Ausstellung

Ausgangspunkt der Ausstellung sind zentrale Werke aus den Sammlungen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung. Über 100 hochkarätige Gemälde, Skulpturen und Grafiken vom Mittelalter bis in die Gegenwart, darunter bedeutende Leihgaben aus deutschen und internationalen Sammlungen, eröffnen einen facettenreichen Blick auf die künstlerische und emotionale Bandbreite der Darstellungen der Maria Magdalena. Mit besonderem Fokus auf Künstlerinnen sind im Städel Museum unter anderem Arbeiten von Lavinia Fontana, Elisabetta Sirani, Luisa Roldán, Lotte Laserstein, Kiki Smith, Marlene Dumas und Nieves González zu sehen; daneben werden Hauptwerke bedeutender Künstler wie Albrecht Dürer, Pedro de Mena, Guercino, Georges de la Tour, Claude Lorrain, Auguste Rodin, Arnold Böcklin, Max Beckmann und David LaChapelle präsentiert.

Pierre Puvis de Chavannes 
Maria Magdalena in der Wüste (Madeleine à la Sainte-Baume), 1869

Max Beckmann
Christus und die Sünderin, 1917

Girolamo Di Benvenuto 
Kreuztragung, Kreuzigung und Beweinung, 1501–1600

Süddeutschland/Österreich?
Heilige Maria Magdalena als Büßerin, 1. Hälfte 17. Jahrhundert

Luisa Roldán
Ekstase der Magdalena (Tránsito de la Magdalena), um 1700

Kaum ein anderes Sujet wurde über Jahrhunderte hinweg so vielfältig dargestellt und neu interpretiert. 

Philipp Demandt, Direktor des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung

Maria Magdalena zählt zu den vielschichtigsten Gestalten der christlichen Überlieferung. Sie ist eine widersprüchliche Figur, die über Jahrhunderte hinweg konstruiert und immer wieder neu gedeutet wurde: als Gefährtin Christi, als Heilige und Sünderin, als Sinnbild für Begehren und Buße. Von den Schriften des Neuen Testaments über mittelalterliche Legenden bis in die Gegenwart hat sie in der Kunst unzählige Interpretationen erfahren und spiegelt dabei oft die Vorstellungen ihrer jeweiligen Zeit von Weiblichkeit, Spiritualität und Eigenständigkeit. Die Ausstellung im Städel Museum zeigt diese vielfältigen Deutungen der Maria Magdalena: Sie ist sowohl Projektionsfläche kultureller und religiöser Vorstellungen als auch eine eigenständige, vielstimmige Gestalt, die zwischen Körper, Glaube und den ihr zugeschriebenen gesellschaftlichen Rollen vermittelt. Zugleich verfolgt die Schau ihre ikonografische Transformation bis in die Populärkultur und macht sichtbar, wie jede Epoche ihre eigenen Fragen, Ideen und Sehnsüchte in die Figur eingeschrieben hat. 

Eine Ausstellung des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung

Kuratoren
Dr. Bastian Eclercy (Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum), Dr. Stefan Roller (Sammlungsleiter Mittelalter, Liebieghaus Skulpturensammlung)

Förderer

Gefördert durch
Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, Dagmar Westberg Stiftung, Städelscher Museums-Verein e.V.

Mit weiterer Unterstützung durch
Ernst von Siemens Kunststiftung

Medienpartner
Süddeutsche Zeitung, ARTE

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