Erleben Sie renommierte Experten aus Wissenschaft, Kultur, Medien und Gesellschaft im Gespräch darüber, wie Künstliche Intelligenz unsere Zukunft prägt. Freuen Sie sich auf inspirierende Keynotes, spannende Panels und pointierte Impulse, die aktuelle Entwicklungen einordnen, neue Perspektiven eröffnen und zum Mitdenken anregen.
Keynote von Björn Ommer
Termin: Freitag, 4. September, 17.00 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Welche Art von KI wollen wir entwickeln, wie wollen wir sie als Gesellschaft nutzen und welche wichtige Rolle spielen Museen in diesen Veränderungsprozessen? Zum Auftakt des Festivals erörtert Björn Ommer zentrale Fragen für unsere Zukunft mit Künstlicher Intelligenz. KI verändert bereits heute weit mehr als nur alltägliche Prozesse. Sie beeinflusst, wie wir lernen, entscheiden und arbeiten, aber auch Machtverhältnisse und wirtschaftliche Wertschöpfung. Museen nutzen KI für die Erschließung, Forschung und Vermittlung musealer Objekte und können zugleich Geschichte und Provenienz bewahren sowie Vertrauensinstitutionen und Vermittler kritischer Medienkompetenz bleiben. Der Vortrag beleuchtet aktuelle Entwicklungen und lädt dazu ein, über die Möglichkeiten und Herausforderungen von KI nachzudenken.
Keynote von Björn Schuller
Termin: Samstag, 5. September, 12.15 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 2, Metzler-Saal
Kann KI menschliche Gefühle verstehen und was bedeutet das für unser Verhältnis zu Maschinen? In dieser Keynote erklärt Björn Schuller, wie künstliche Intelligenz Emotionen erkennen, spiegeln und gezielt erzeugen kann. Er zeigt die neuen Möglichkeiten auf, die sich dadurch ergeben: von künstlicher Nähe zur Unterstützung gegen Einsamkeit über neue Ansätze psychologischer Begleitung bis hin zu erweiterten Ausdrucksformen in Kunst und Kreativität. Die Keynote führt in die Welt der emotionalen KI ein und beleuchtet zugleich die damit verbundenen ethischen Fragen. Wie können wir empathische KI gestalten und nutzen, ohne Menschlichkeit, Privatsphäre und echte Nähe zu verlieren?
Termin: Samstag, 5. September, 13.00 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen und Live-Übertragung auf Bühne 2, Metzler-Saal
Hito Steyerl, eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Medien, der massenhaften Zirkulation von Bildern und den politischen Bedingungen ihrer Produktion und Verbreitung. In ihren Arbeiten und Essays verbindet sie Fragen zu digitalen Technologien, Feminismus und politischer Gewalt mit einem kritischen Blick auf unsere Bildkultur. In ihrer Artist Lecture richtet sie den Blick auf die Rolle der Kunst im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: auf die Widerständigkeit von Kunst unter digitalen Bedingungen, die Ästhetik generativer KI und die Frage, welche Bedeutung Orte des kulturellen Austauschs in einer zunehmend von digitalen Bildern und Technologien geprägten Gegenwart haben.
Paneldiskussion mit Ijoma Mangold und Claudia Paganini
Termin: Freitag, 4. September, 18.50 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Moderation: Michel Abdoullahi
Wie sprechen wir in unserer Gesellschaft über KI und was macht diese Sprache mit unserem Denken? In dieser von Michel Abdoullahi moderierten Paneldiskussion widmen sich Ijoma Mangold und Claudia Paganini der Bedeutung unserer Sprache rund um KI: Welche Mythen und Erzählungen prägen unser Denken und warum bestehen bestimmte Narrative fort, während andere kaum beachtet werden? Ein besonderer Fokus des Gesprächs liegt auf dem Vergleich zwischen menschlicher und maschineller Kompetenz und Kreativität. Diskutiert wird, wie dadurch unser Selbstverständnis und unsere Erwartungen gegenüber neuen Technologien beeinflusst werden.
Paneldiskussion mit Chantal Eschenfelder, Stefanie Moser und Jochen Kuhn
Termin: Samstag, 5. September, 10.30 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Moderation: Eva Schulz
Macht Künstliche Intelligenz Bildung für alle zugänglicher oder schafft sie neue Hürden? Auf dem Podium diskutieren Chantal Eschenfelder, Stefanie Moser und Jochen Kuhn unter der Moderation von Eva Schulz über Möglichkeiten und Herausforderungen für Bildung, Vermittlung und Forschung im KI-Zeitalter. Sie erörtern die zentrale Frage, wie Museen ihren Bildungsauftrag für alle weiterhin erfüllen können und sprechen über Chancen für mehr Bildungsgerechtigkeit, sowie mögliche neue Formen der Teilhabe und Exklusion. Darüber hinaus geht es um die Bedeutung von AI Literacy und Visual Literacy für einen verantwortungsvollen Umgang mit KI.
Paneldiskussion mit Wolfgang M. Schmitt, Rebecca Schalber und Melina Hoischen
Termin: Samstag, 5. September, 10.30 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 2, Metzler-Saal
Moderation: Pamela Rohde
Wie kann Social Media im KI-Zeitalter sinnvoll genutzt werden, um online relevant zu bleiben? Auf dem Podium diskutieren Wolfgang M. Schmitt, Rebecca Schalber und Melina Hoischen unter der Moderation von Pamela Rohde über neue Formen von Kommunikation und Wissensvermittlung auf den Plattformen und den Umgang mit KI-generierten Inhalten. Dabei geht es um Chancen und Herausforderungen für Institutionen und Individuen, um verantwortungsvolle KI-Nutzung und die Frage, wie Vertrauen, Transparenz und Authentizität in der digitalen Kommunikation erhalten bleiben können.
Paneldiskussion mit Johanna Zorn, Kay Voges und Christoph Koch
Termin: Samstag, 5. September, 11.45 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Moderation: Eva Schulz
Kann Kunst dabei helfen, mit digitaler Reizüberflutung und ständiger Verfügbarkeit besser umzugehen? Diese Frage diskutieren Johanna Zorn, Kay Voges und Christoph Koch auf dem von Eva Schulz moderierten Podium. Sie erörtern Kunst als Gegenmodell zur Überforderung und als Chance für Reflexion, Unterbrechung und neue Perspektiven. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ästhetische Erfahrungen unsere Wahrnehmung, unser Denken und unser Verhältnis zu digitalen Technologien verändern können.
Paneldiskussion mit Constanze Kurz, Gitta Kutyniok, Ingo Dachwitz und Nora Al-Badri
Termin: Samstag, 5. September, 14.30 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Moderation: Vivian Perkovic
Können wir der KI vertrauen und wie entstehen ihre Antworten eigentlich? Diese und andere Fragen diskutieren Constanze Kurz, Gitta Kutyniok, Ingo Dachwitz und Nora Al-Badri. Vivian Perkovic moderiert das Podium über Transparenz, Daten und gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit KI. Themen sind unter anderem die Verlässlichkeit von KI-Ergebnissen, die ethischen und politischen Folgen der Datenauswahl, implizierte Verzerrungen sowie die übergeordnete Frage, wie Institutionen KI verantwortungsvoll und nachvollziehbar einsetzen können.
Paneldiskussion mit Bernard Pörksen, Christian Uhle und Sarah Diefenbach
Termin: Samstag, 5. September, 16.30 Uhr
Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Moderation: Vivian Perkovic
Kann Künstliche Intelligenz uns näher zusammenbringen oder verändert sie die Art und Weise, wie wir miteinander verbunden sind? Über die Zukunft von Begegnung, Gemeinschaft und Teilhabe im digitalen Zeitalter diskutieren Bernhard Pörksen, Christian Uhle und Sarah Diefenbach auf dem Podium, moderiert von Vivian Perkovic. Sie fragen danach, wie Technologie neue Verbindungen schaffen kann, welche Bedeutung menschliche Nähe, Dialog und gemeinsames Erleben auch in Zukunft haben werden und welche besondere Rolle Museen als Orte der Begegnung und des Austauschs einnehmen.
Impuls von Alexandra Reißer
Termin: Freitag, 4. September, 18.00 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Der Programmausblick führt durch die zentralen Themen des Festivals und fragt, was Künstliche Intelligenz für Kulturinstitutionen und ihr Publikum heute bedeutet. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Möglichkeiten neuer Technologien, sondern auch entscheidende Fragen, die mit ihrem Einsatz verbinden sind: Verantwortung, Bildung und echtes Miteinander. So verbinden sich die einzelnen Programmpunkte zu einer gemeinsamen Leitfrage: Wie wollen wir unsere Zukunft mit KI gestalten – und welche Rolle kann das Museum dabei spielen?
Impuls von Jochen Kuhn
Termin: Samstag, 5. September, 10.10 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Wer mit KI arbeitet, erzielt zwar bessere Ergebnisse, merkt sich aber weniger: Leistung und Verstehen driften auseinander. Jochen Kuhn zeigt, warum dieses beunruhigende Muster entsteht und hinterfragt die verbreitete Annahme, KI sei lediglich ein Werkzeug wie der Taschenrechner. Der Impuls macht deutlich, warum Urteilskraft im KI-Zeitalter wichtiger wird denn je und weshalb sie entscheidend dafür ist, dass wir KI als Gesellschaft sinnvoll nutzen und ihre Entwicklung aktiv mitgestalten können.
Impuls von Wolfgang M. Schmitt
Termin: Samstag, 5. September, 10.10 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 2, Metzler-Saal
Wer bestimmt, was wir online sehen, und was ist in Zeiten von KI noch glaubwürdig? Wolfgang M. Schmitt beleuchtet die Machtdynamiken und Plattformlogiken sozialer Medien. Er zeigt, warum KI-Influencer eine logische Konsequenz des Tech-Kapitalismus sind. Der Impuls fragt, wie sich unser Verständnis von Echtheit, Inszenierung und menschlicher Präsenz verändert, wenn digitale Räume zunehmend von KI-generierten Inhalten geprägt sind.
Impuls von Peter Bell
Termin: Samstag, 5. September, 11.45 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 2, Metzler-Saal
Welche neuen Erkenntnisse ermöglicht Künstliche Intelligenz in der kunsthistorischen Forschung? Anlässlich der Ausstellung „Maria Magdalena. Sin. Pray. Love.“, dem Herbst-Highlight des Städel Museums, zeigt Peter Bell, wie KI-basierte Methoden neue Zugänge zu Kunstwerken eröffnen und verborgene Zusammenhänge sichtbar machen können. Der Impulsvortrag gibt Einblicke in die Zukunft der kunsthistorischen Forschung und zeigt zugleich die Grenzen der KI-Nutzung auf.
Impuls von Bernhard Pörksen
Termin: Samstag, 5. September, 16.00 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 1, Gartenhallen
Wie gelingt echtes Zuhören in einer digitalen Welt voller Informationen, Reizen und Meinungen? Bernhard Pörksen widmet sich der Bedeutung von Aufmerksamkeit, spannenden Dialogen und Präsenz in digitalen Öffentlichkeiten. Sein Impuls zeigt, warum die Kunst des Zuhörens auch im digitalen Zeitalter eine zentrale Fähigkeit für den gesellschaftlichen Austausch bleibt, und lädt dazu ein, über die Grundlagen von Verständigung und Miteinander nachzudenken.
Wohin die Welt sich wandelt: Über die Transformation(en) unserer Zeit
Termin: Samstag, 5. September, 16.00 Uhr
Dauer: 20 Minuten
Treffpunkt: Bühne 2, Metzler-Saal
Wir leben in einer Zeit der Umbrüche. Aber leben wir auch in einer Zeit des Wandels? In diesem Impuls nimmt Matthias Horx politische Krisen und gesellschaftliche Veränderungen ebenso in den Blick wie die rasante Entwicklung der Künstlichen Intelligenz. Dabei stellt er gängige Zukunftsbilder und Zukunftsängste infrage und fragt, wie wir mit den Herausforderungen unserer Zeit realistisch und zugleich zuversichtlich umgehen können. Mit der Methode der „Regnose“ blickt Matthias Horx vom Morgen zurück auf die Gegenwart und eröffnet durch diese Zeitreise konstruktivere Perspektiven mit der Zukunft umzugehen.
Keynote von Björn Ommer
Impuls mit Alexandra Reißer
Paneldiskussion mit Ijoma Mangold und Claudia Paganini
Wrap-Up des ersten Festivaltages mit den Moderatoren Michel Abdoullahi und Laura Casez
Gemeinsam Zukunft denken: Zwei Tage voller Talks, Workshops und Begegnung. Erleben Sie das Städel KI Festival „Imagining Futures in Noisy Times“ inmitten von 700 Jahren Kunst.
U-Bahnen U1, U2, U3 und U8 (Schweizer Platz)
Straßenbahnen 15 und 16 (Otto-Hahn-Platz)
Zu Fuß ca. 10 Minuten vom Hauptbahnhof über den Holbeinsteg
Als kostenlosen Service bieten wir allen Besuchern die Nutzung unseres WiFis an. Bereichern Sie Ihren Museumsbesuch mit unserem digitalen Vermittlungsangebot, indem Sie Ihr mobiles Gerät mit dem WiFi „Staedel_WiFi“ verbinden. Die Eingabe eines Passworts ist nicht erforderlich.
Aus Sicherheitsgründen müssen Taschen (größer als Din A4) und Jacken an der Garderobe abgegeben werden. Das Tragen von Kleidungsstücken über dem Arm ist in den Ausstellungsräumen nicht gestattet, um ein versehentliches Berühren der Werke zu verhindern.
Der Verzehr von Speisen und Getränken ist in den Ausstellungsräumen nicht gestattet. Auch das Mitführen von Flüssigkeiten ist dort nicht erlaubt. Für die Aufbewahrung steht unsere Garderobe zur Verfügung.
Für die Versorgung von Babys und Kleinkindern können Sie die entsprechenden Räume im Erdgeschoss des Hauptgebäudes nutzen. Bitte sprechen Sie dazu unser Personal an.
Die Garderobennutzung im Städel Museum ist kostenfrei. Die Garderobe befindet sich rechts abgehend vom Hauptfoyer. Abgegeben werden müssen: Jacken, Taschen (größer DIN A4), Rucksäcke, Schirme, Gehstöcke mit Metallspitze sowie größere Gegenstände, die nicht in die Ausstellung mitgenommen werden dürfen. Die Aufbewahrung von Koffern, Trolleys und größeren Gepäckstücken ist aus Platzgründen nicht möglich. Für deren Verstauung empfehlen wir die Schließfächer im Hauptbahnhof.
Für die Nutzung der Schließfächer sind 1-Euro-Münzen erforderlich (Maße Schließfächer: 50x30x40 und größer). Für die Garderobe und den Inhalt der Schließfächer wird keine Haftung übernommen.