Mit rund zwei Quadratmetern ist die Haut das größte Organ des Menschen. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Auf ihrer Oberfläche schreiben sich Erfahrungen und Empfindungen ein. In der Kunst verbinden sich mit der Haut sowohl technische als auch inhaltliche Fragestellungen.
Die Ausstellung präsentiert ausgehend von ausgewählten Arbeiten der Graphischen Sammlung über 60 Werke verschiedener Medien und Epochen zu diesem faszinierenden Thema: Zeichnung, Malerei oder Skulptur – von den Alten Meistern bis zur Gegenwartskunst entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis vor Augen führt.
Zu sehen sind sowohl weniger bekannte Werke als auch Arbeiten namhafter Künstler wie Hans Baldung gen. Grien, Raffael, Tizian, Peter Paul Rubens, Auguste Rodin oder Robert Mapplethorpe. Durch die Gegenüberstellung der Werke werden Unterschiede und Parallelen in der Darstellung der Haut sichtbar und die Vielfalt gestalterischer Ansätze deutlich. Die verwendeten Materialien und Techniken – ob Pinsel und Farbe, Metallstift, Kreide, Kohle oder die dreidimensionale Form – machen die Körperoberfläche unmittelbar sinnlich erfahrbar. Darstellungen von Berührungen verstärken diese sinnliche Wirkung und verbinden Sehen, Fühlen und Begreifen. So erweist sich die Kunst als ein inspirierendes „Archiv“ dafür, wie wir die Haut wahrnehmen und empfinden.
Kuratorin
Dr. Astrid Reuter (Leiterin Graphische Sammlung bis 1800, Städel Museum)
Gefördert durch
Städelscher Museums-Verein e.V.
Aktuelle Ausstellungen, Veranstaltungen, digitale Angebote oder Städel Stories. Mit dem Städel Newsletter kommen die neuesten Informationen regelmäßig direkt in Ihr Postfach.
Engagieren Sie sich mit einer Spende für Ihr Lieblingsthema oder mit einer allgemeinen Förderung. Ihr Beitrag – ob klein oder groß – ist ein wertvolles Geschenk für die Zukunft des Museums.
