Die Haut ist seit jeher ein zentrales Motiv der Kunst. Sie bedeckt und umhüllt den Körper, begrenzt und schützt ihn, ermöglicht zu fühlen. Als Sinnesorgan und sichtbare Grenze zwischen Körper und Außenwelt prägt sie die menschliche Erscheinung. In dieser Ausstellung rückt das Städel Museum nun die Materialität, Darstellungsweise und Ausführung der Haut als künstlerisch gestaltete Oberfläche in den Fokus.
Ausgehend von ausgewählten Zeichnungen und Druckgrafiken der Graphischen Sammlung versammelt die Schau rund 70 Werke verschiedener Medien und Epochen aus den Beständen des Städel Museums und der Liebieghaus Skulpturensammlung, darunter Fotografien, Gemälde und Skulpturen. Von der Antike über die Alten Meister und die Kunst der Moderne bis zur Gegenwart entfaltet sie ein vielschichtiges Panorama, das die Wiedergabe der Haut als eine der grundlegenden Aufgaben künstlerischer Praxis beleuchtet.
Die Körperoberfläche in der Kunst ist Spiegel von Erfahrungen und Emotionen, von Jugend und Alter und gleichzeitig sensibler Ort von Verletzlichkeit und Begehrlichkeit. Die Ausstellung stellt Kunstwerke von Hans Baldung gen. Grien, Pierre Bonnard, Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius, Dora Maar, Raffael, Rembrandt Harmensz. van Rijn, Tizian und anderen einander gegenüber und verdeutlicht damit die Vielfalt gestalterischer Ansätze.
Die Darstellung der menschlichen Haut gehört zweifellos zu den faszinierendsten und zugleich herausforderndsten Themen der Kunst. [...] Im Zentrum stehen Fragen der künstlerischen Praxis: Mit welchen Mitteln, Techniken und Materialien gelingt es, die Sinnlichkeit, Haptik und Wandlungsfähigkeit der Körperoberfläche erfahrbar zu machen?
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Immer dienstags von 15.00–18.00 Uhr.
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