Anlässlich der Neuerscheinung des Buchs „Die letzten Tage der Schönheit“ von Niklas Maak und des jüngsten Ankaufs von Guido Renis „Bildnis des Kardinals Giacomo Sannesi“ (1609) lädt das Städel Museum zu einem besonderen Abend ein. Das Gemälde und Niklas Maaks Publikation führen das Rom der Päpste und Kardinäle in der Frühen Neuzeit eindrucksvoll vor Augen und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf die Kunst und Kultur dieser Epoche.
Nach einer Begrüßung durch Direktor Philipp Demandt stellt Bastian Eclercy, Sammlungsleiter für italienische, französische und spanische Malerei bis 1800, das neu erworbene Meisterwerk und seine kunsthistorische Bedeutung vor. Im Anschluss kommen der Autor Niklas Maak und die Journalistin, Publizistin und Kunstkennerin Rose-Marie Gropp über die Themen seines Buches „Die letzten Tage der Schönheit: Die Plünderung Roms 1527 und das Ende der Renaissance“ ins Gespräch. Zum Ausklang des Abends haben die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, die Sammlung des Städel Museums zu erkunden.
Der Ankauf von Guido Renis „Bildnis des Kardinals Giacomo Sannesi“ wurde ermöglicht durch den Städelverein und die Ernst von Siemens Kunststiftung.
Auf einen Blick
18.30 Uhr: Einlass in den Metzler-Saal
19.00 Uhr: Begrüßung, Einführung und Autorengespräch (Dauer: ca. 1,5 Stunden)
Ab ca. 20.30 Uhr: Möglichkeit zum Besuch der Städel Sammlung
In seinem neuen Buch „Die letzten Tage der Schönheit: Die Plünderung Roms 1527 und das Ende der Renaissance“ erzählt Niklas Maak die Renaissance von ihrem glanzvollen Höhepunkt und ihrem abrupten Ende her: Ausgehend vom Sacco di Roma 1527, der verheerenden Plünderung Roms durch die Söldnertruppen Karls V., führt er in das Atelier Michelangelos, in die Paläste von Päpsten und Bankiers und zeigt, wie eng Kunst, Macht und gesellschaftliche Ordnung miteinander verbunden waren. Zugleich beschreibt das Buch, wie fragil kulturelle Freiheit ist und wie schnell Desinformation, politische Fehlentscheidungen und ideologische Radikalisierung eine ganze Epoche ins Wanken bringen können.
Niklas Maak studierte in Hamburg bei den Renaissance-Experten Martin Warnke und Andreas Beyer Kunstgeschichte und an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris Philosophie bei Jacques Derrida. Seit 2001 ist er im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung tätig. Seit 2014 lehrte er Kunst- und Architekturgeschichte als Gastprofessor an der Frankfurter Städelschule und in Harvard.
Guido Reni war ein herausragender Porträtist, obwohl nur wenige seiner Bildnisse erhalten geblieben sind. Das „Bildnis des Kardinals Giacomo Sannesi“ (1609) ist sein frühestes dokumentiertes Porträt und entstand in Renis Zeit in Rom. Giacomo Sannesi (um 1557/60 –1621) wurde 1604 von Papst Clemens VIII. zum Kardinal erhoben und bewahrte in seinem Palast bei Sankt Peter eine bedeutende Kunstsammlung. Das jüngst für das Städel Museum erworbene Gemälde zeigt ihn in der üblichen Kardinalstracht: ein Untergewand mit weißem Kragen, das Rochett in Weiß und darüber die purpurfarbene Mozzetta (ein geknöpfter Schultermantel mit Kapuze). Von unvergesslicher Eindringlichkeit ist der Charakterkopf des Kardinals. Nicht ohne Grund galt Reni als Meister der Darstellung von Augen, und so ist der unausweichliche Blick des Kardinals der Höhepunkt des ebenso lakonischen wie ausdrucksstarken Bildnisses.
U-Bahnen U1, U2, U3 und U8 (Schweizer Platz)
Straßenbahnen 15 und 16 (Otto-Hahn-Platz)
Zu Fuß ca. 10 Minuten vom Hauptbahnhof über den Holbeinsteg
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Der Verzehr von Speisen und Getränken ist in den Ausstellungsräumen nicht gestattet. Auch das Mitführen von Flüssigkeiten ist dort nicht erlaubt. Für die Aufbewahrung steht unsere Garderobe zur Verfügung.
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