„Große
Realistik &
Große
Abstraktion“

13.11.2019–16.2.2020

Zeichnungen von Max Beckmann bis Gerhard Richter

„Große Realistik und große Abstraktion“ – zwischen diesen beiden Polen bewegt sich der etwa 1.800 Blätter umfassende Bestand an deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. In dieser konzentrierten Ausstellung wird eine Auswahl von rund 100 Zeichnungen präsentiert, die eindrucksvoll die Qualität der Sammlung und ihre historisch gewachsenen Schwerpunkte widerspiegelt.

Galerie

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    Ernst Ludwig Kirchner, Berliner Straßenszene, 1914

    Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938)
    Berliner Straßenszene, 1914
    Pastellkreiden und Kohle auf beigem geripptem Büttenpapier
    677 × 503 mm (Blatt)
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: © Städel Museum

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    Hermann Glöckner, Flächenteilung in Schwarz und Weiß, 1957

    Hermann Glöckner (1889–1987)
    Flächenteilung in Schwarz und Weiß, 1957
    Gouache und gefaltetes Papier, montiert auf grundiertem Papier
    Maße variabel (min. 149 × 210 mm, max. 296 × 210 mm)
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    © VG Bild-Kunst, Bonn 2019 © Foto: Städel Museum

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    Georg Baselitz, Oberon, 1964

    Georg Baselitz (*1938)
    Oberon, 1964
    Bleistift und Farbstift auf geripptem Büttenpapier
    318 × 256 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main © Georg Baselitz 2019
    Foto: © Städel Museum

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    Thomas Bayrle, Ohne Titel, 1970

    Thomas Bayrle (*1937) Ohne Titel, 1970 Schwarzer Farbstift auf Transparentpapier montiert auf Graphit auf Bütten 397 × 296 mm
    Städel Museum, Frankfurt am Main © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
    Foto: Deutsche Bank

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    Ernst Wilhelm Nay, My 13 (Mykonos), 1964

    Ernst Wilhelm Nay (1902–1968)
    My 13 (Mykonos), 1964
    Aquarell auf rauem Velin
    602 × 420 mm (Blatt)
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    © Elisabeth Nay-Scheibler, Köln / VG Bild-Kunst, Bonn 2019
    Foto: © Städel Museum

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    Sigmar Polke, Großer Kopf, 1979

    Sigmar Polke(1941–2010)
    Großer Kopf, 1979
    Pinsel (Öl-, Acryl- und Wasserfarbe), Schablonentechnik und Scherenschnitt auf Velinpapier
    980 × 680 mm (Blatt)
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    © The Estate of Sigmar Polke, Cologne / VG Bild-Kunst, Bonn 2019
    Foto: © Städel Museum

Ausstellung

Über die Ausstellung

Der Zeichnung kommt im 20. Jahrhundert eine besondere Rolle zu. Sie ist seit jeher Medium des Suchens, Erfindens und Experimentierens. In der Moderne gewinnt sie zudem an Eigenständigkeit und Autonomie und wird – vor allem in Zeiten staatlicher Überwachung und Unterdrückung – zu einem Medium des freien Denkens. In ihrer Vielfalt spiegelt sie nicht zuletzt auch die Komplexität der rasantem Wandel unterworfenen Kultur und Gesellschaft des 20. Jahrhunderts.

Die rund 100 ausgestellten Blätter des 20. Jahrhunderts, ergänzt durch zwei Gemälde, werden unter unterschiedlichen Aspekten betrachtet, etwa wie sich die Künstler mit der Wirklichkeit auseinandersetzten, wie sie traditionelle, an den Akademien vermittelte Bildvorstellungen hinterfragten, weiterentwickelten oder unterliefen und nicht zuletzt auch welchen Stellenwert die Zeichnung in ihrem Schaffen grundsätzlich einnahm. An den ausgestellten Bleistiftskizzen, den farbig leuchtenden Pastellen und Aquarellen oder den monumentalen Collagen zeigt sich zudem die technische Vielfalt des Mediums Zeichnung, deren spezifische Besonderheiten die Künstler individuell ausschöpften. Die Zeichnungen sind dabei lose chronologisch einzelnen Gruppen zugeordnet, die auf unterschiedliche Weise das Verhältnis von Gegenstandsnähe und abstrahierender Ablösung vom Naturvorbild beleuchten.

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Von Di–Mi, ab 17 Uhr sowie Do–Fr, ab 19 Uhr gilt ein reduzierter Eintrittspreis von 14 Euro. Erhältlich online und an der Museumskasse.

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Den Auftakt der Ausstellung bilden meisterhafte Zeichnungen von Max Beckmann (1884–1950) und Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), die auch einen umfassenden Einblick in die Zeichenkunst der beiden Künstler gewähren. Darauf folgen Arbeiten von Mitgliedern der Künstlervereinigung „Brücke“, darunter Erich Heckel (1883–1970), Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) und Emil Nolde (1867–1956). Anknüpfend an den Expressionismus und dessen abstrahierende Tendenzen werden Zeichnungen von Rolf Nesch (1893–1975), Werner Gilles (1894–1961) und Ernst Wilhelm Nay (1902–1968) gezeigt, ebenso Aquarelle von Paul Klee (1879–1940), dessen Arbeiten sich zwischen Gegenstandsnähe und Abstraktion bewegen. Auch im geteilten Deutschland der Nachkriegszeit ist diese Auseinandersetzung mit dem Gegenständlichen und Ungegenständlichen für die Künstler prägend. Dies zeigt sich in Werken des Informel genauso wie in neoexpressionistischen Strömungen oder der Pop-Art, etwa bei Karl Otto Götz (1914–2017), Joseph Beuys (1921–1986), Gerhard Richter (1932), Georg Baselitz (1938), A. R. Penck (1939–2017), Sigmar Polke (1941–2010) und Anselm Kiefer (*1945). Insgesamt sind in der Ausstellung Werke von rund 40 Künstlern versammelt.

Zu verdanken ist die wissenschaftliche Erforschung der deutschen Zeichnungen des 20. Jahrhunderts der Stiftung Gabriele Busch-Hauck, Frankfurt am Main.

Abbildung: Karl Otto Götz (1914–2017), Ohne Titel, 1957, Städel Museum, Frankfurt am Main © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Foto: © Städel Museum

Programm

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Förderer

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Gefördert durch Stiftung Gabriele Busch-Hauck

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