FREI
SCHAFFEND

20.7.–16.10.2022

Die Malerin Ottilie W. Roederstein

Ausstellung

Über die Ausstellung

Ottilie W. Roederstein (1859–1937) widmete ihr ganzes Leben der Kunst. Als freischaffende Porträtmalerin gehörte sie zu den erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit. Durch ihr Schaffen erreichte sie finanzielle Unabhängigkeit und eroberte sich gesellschaftliche Freiräume, die den meisten ihrer Zeitgenossinnen verwehrt waren. Ihre Gemälde wurden in Ausstellungen in Deutschland, Frankreich, England, den USA sowie der Schweiz gezeigt und erlangten internationale Beachtung. 1891 ließ sich Roederstein mit ihrer Lebensgefährtin, Elisabeth Winterhalter, der ersten deutschen Chirurgin, in Frankfurt nieder. Winterhalter setzte sich für die Gründung eines Mädchengymnasiums ein und unterstützte die Frankfurter Frauenrechtsbewegung. 1902 erwarb das Städel als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin Roedersteins Gemälde Lesende alte Frau. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt.

Das Städel Museum widmet Ottilie W. Roederstein im Sommer 2022 eine Sonderausstellung. Es ist nach mehr als 20 Jahren ihre erste Werkschau in Deutschland. Mit etwa 75 Gemälden und Zeichnungen gibt sie einen konzentrierten Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch äußerst wandelbaren Malerin. Grundlage bildet die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken neben dem Kunsthaus Zürich und der Städtischen Kunstsammlung Hofheim am Taunus über einen der bedeutendsten Bestände der Künstlerin weltweit verfügt. Der Fokus liegt auf Roedersteins spezifischer Malweise, doch werden auch ihre Rolle und Wirkung als Netzwerkerin und Künstlerin sowie ihre enge Verbundenheit mit Frankfurt und der Region deutlich. Dies zeigt sich eindrücklich anhand einer Fülle historischer Dokumente, Fotografien und Briefe aus dem Nachlass der Künstlerin, die dem Städel Museum 2019 von den Erben ihres Biografen Hermann Jughenn übereignet wurden. Die Aufarbeitung des Roederstein-Jughenn-Archivs brachte bisher nicht publizierte Informationen zutage, die in die Ausstellung und den begleitenden Katalog einfließen.

Abbildung: Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum

Eine Ausstellung des Städel Museum, Frankfurt am Main, in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich

Laufzeiten: Kunsthaus Zürich, 18. Dezember 2020 – 4. April 2021 / Städel Museum, Frankfurt am Main, Sommer 2022

Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Eva-Maria Höllerer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Kunst der Moderne, Städel Museum)
Archiv: Dr. Iris Schmeisser (Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, Städel Museum)
Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
Mit Unterstützung von: Friede Springer Stiftung, Max Ernst von Grunelius-Stiftung

Hinweis

Die Ausstellung wird angesichts der aktuellen pandemischen Lage in Deutschland und den weitreichenden Folgen für den Museumsbetrieb um ein Jahr verschoben. Das Städel Museum präsentiert die große Retrospektive nun im Sommer 2022 (ursprüngliche Laufzeit: 19.5. bis 5.9.2021).

Galerie

Galerie

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    Ottilie W. Roederstein, Helene Roederstein mit Schirm, 1888

    Ottilie W. Roederstein (1859–1937)
    Helene Roederstein mit Schirm
    1888
    Öl auf Leinwand
    115 × 84,5 cm
    Privatsammlung, Zürich
    Foto: Kunsthaus Zürich

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    Ottilie W. Roederstein, Die Verlobten 1897

    Ottilie W. Roederstein (1859–1937) Die Verlobten 1897 Tempera auf Holz 39,5 × 46,5 cm Kunsthaus Zürich, 1897

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    Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit roter Mütze, 1894

    Ottilie W. Roederstein (1859–1937)
    Selbstbildnis mit roter Mütze
    1894
    Tempera auf Holz
    36 × 24 cm
    Kunstmuseum Basel
    Foto: Martin P. Bühler

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    Ottilie W. Roederstein, Bildnis des Malers Jakob Nussbaum, 1909

    Ottilie W. Roederstein (1859–1937)
    Bildnis des Malers Jakob Nussbaum
    1909
    Öl auf Leinwand
    86,5 × 61,5 cm
    Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Städel Museum

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    Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit Hut, 1904

    Ottilie W. Roederstein (1859–1937) Selbstbildnis mit Hut 1904 Öl auf Leinwand 55,3 × 46,1 cm Städel Museum, Frankfurt am Main Foto: Städel Museum

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    Fotografie, Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel Museum, Frankfurt am Main

    Fotografie
    Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel Museum, Frankfurt am Main
    Foto: Roederstein-Jughenn-Archiv im Städel Museum, Frankfurt am Main

In der Digitalen Sammlung finden Sie weitere von Ottilie W. Roedersteins Werken aus dem Bestand der Städel Sammlung.

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Die App zur Ausstellung, gesprochen von Schauspielerin Katharina Thalbach, lädt dazu ein, Ottilie W. Roederstein, eine der erfolgreichsten Künstlerinnen ihrer Zeit wiederzuentdecken. In acht atmosphärischen Hörpanoramen und Bildergalerien werden Geschichten erzählt sowie Menschen und Orte auf Roedersteins Lebensweg vorgestellt. Darüber hinaus erweitern eine umfangreiche Biografie, informative Texte und historische Fotografien die 19 Tracks des klassischen Audioguides (Gesamtdauer rund 60 Minuten).

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Katalog

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Der Katalog zur Ausstellung „FREI. SCHAFFEND.“
Erhältlich auf Deutsch und Englisch

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Roederstein-Jughenn-Archiv

Das Roederstein-Jughenn-Archiv

Im Jahr 2019 erhielt das Städel Museum als großzügige Schenkung aus Privatbesitz ein umfangreiches Archivkonvolut des Nachlasses von Ottilie W. Roederstein. Seitdem wird dieser außergewöhnliche Bestand am Städel Museum bewahrt, geordnet und wissenschaftlich aufbereitet, um ihn nach erfolgter Erschließung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Schrift- und Bildgut umfasst die gesamte Biografie und Schaffensphase der Künstlerin.

Anlässlich der Ausstellung geben ausgewählte Dokumente und Fotografien aus dem Roederstein-Jughenn-Archiv des Städel Museums einen ersten Einblick in diesen außergewöhnlichen Bestand.

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