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Muntean/Rosenblum
Mirror of Thoughts

3.5.2024–1.12.2024

Bereits seit den 1990er-Jahren arbeiten die beiden Künstler Markus Muntean (*1962, Graz, Österreich) und Adi Rosenblum (*1962, Haifa, Israel) zusammen. In ihrem vorwiegend malerischen Werk verbinden sie auf eindrucksvolle Weise ihre Identitäten zu einer künstlerischen Handschrift. Das Städel Museum präsentiert rund elf großformatige Gemälde und eine Videoarbeit des internationalen Künstlerduos in einer Einzelausstellung.

Über die Ausstellung

In den Bildwelten des Künstlerduos Muntean/Rosenblum sind es Einkaufszentren, Flughafenhallen oder Büros, in denen junge Menschen zusammenkommen und doch alleine sind. Vertieft in ihre eigenen Gedanken, blicken sie konzentriert auf Smartphones oder in die Ferne, sind in Bewegung oder schauen die Betrachter gelangweilt oder genervt an. Inmitten von anonymen und dennoch vertrauten Großstadtkulissen wirken die dramatisch inszenierten jungen Menschen wie isolierte Statisten in einem zeitgenössischen Schauspiel.

Muntean/Rosenblum
Untitled („We do not have...“), 2023

Muntean/Rosenblum
Untitled (Nothing fixes a thing…), 2010

Ihre Kompositionen sind fest in der Kunstgeschichte verankert, beziehen sich auf berühmte Meisterwerke von der Renaissance bis zur Moderne. Ihre Figuren sind jedoch voll und ganz der Gegenwart entnommen: Sie stammen aus einem über die Jahre angelegten Bildarchiv, das sich aus Fotografien von Lifestyle-Magazinen, dem Internet oder aus Modellen speist. Collagiert aus diesem reichen Bilderfundus entwerfen Muntean/Rosenblum mit den Mitteln der Malerei eigentümliche Szenerien. Fremd und gleichzeitig vertraut, geben die Gemälde eine Atmosphäre von Lethargie und Gleichgültigkeit wieder. Es ist ein schmerzvoller, aber auch befreiender Moment, der den Übergang von der Jugend zum Erwachsenenalter markiert – ein Schwebezustand. Wie unter einem Brennglas nähern sich Muntean/Rosenblum zentralen Themen unserer Zeit: den Ambivalenzen der menschlichen Existenz, der wachsenden Unsicherheit des Individuums und dem durchdringenden Gefühl der Vergänglichkeit.

Kuratorin
Svenja Grosser (stellv. Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum)

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