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Honoré Daumier
Die Sammlung Hellwig

24.1.2024–12.5.2024

Über die Ausstellung

Daumiers Einsatz für republikanische Ideen, für die Presse- und Meinungsfreiheit, sein waches Interesse an modernen Neuerungen und sein kritischer, aber auch zutiefst menschlicher Blick auf die Umstände der Zeit werden in seinen Karikaturen eindrücklich sichtbar. Das Städel Museum präsentierte rund 120 Werke von Honoré Daumier aus der herausragenden privaten Sammlung Hellwig.

Die Sammlung Hellwig besticht durch ihre einzigartige Qualität und umfasst die ganze Breite des Gesamtwerks des Künstlers mit Lithografien, Zeichnungen und Skulpturen sowie zwei Gemälden – viele von ihnen waren noch nie öffentlich zu sehen. Bemerkenswert sind vor allem die druckgrafischen Unikate im Bestand der Sammlung Hellwig. Versehen mit handschriftlichen Legenden, Drucker- und Zensurvermerken geben sie einen faszinierenden Einblick in den komplexen Veröffentlichungsprozess der Blätter. Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums geht die Sammlung als Schenkung vollständig an den Städelschen Museums-Verein und von diesem als Dauerleihgabe an das Städel Museum, das sie zukünftig bewahrt, erforscht und vermittelt. Die Ausstellung im Städel Museum zeigte aus der Sammlung Hellwig berühmte Lithografien Daumiers, wie „Le Passé – le présent – l’avenir“ (1834) und „Rue Transnonain, le 15 avril 1834“ (1834), in denen er die Politik von König Louis-Philippe anklagt, ebenso wie seine einflussreichen Genrekarikaturen oder seine zeitlosen Allegorien der Diplomatie als gebrechliche Dame oder einer balancierenden Personifikation Europas. Neben seinem druckgrafischen Œuvre schuf Daumier auch Plastiken und ab Mitte der 1840er-Jahre eine zunehmende Zahl eigenständiger Zeichnungen und Gemälde, in denen sich die Ausdrucksstärke, Vielgestaltigkeit und der Erfindungsreichtum seiner Kunst zeigt.

Kuratorin
Dr. Astrid Reuter (Leiterin Graphische Sammlung bis 1800, Städel Museum)




Film

STÄDEL STORIES
zur Ausstellung

  • Honoré Daumier

    „Für ein Butterbrot“?

    Kuratorin Astrid Reuter über Sammler und das Sammeln – zu Lebzeiten Daumiers und heute.

  • Städelverein

    Zur Freude aller

    Historikerin und Vorstandsmitglied Andrea C. Hansert blickt zurück auf bedeutende Kunststiftungen in der Geschichte des Städelschen Museums-Vereins.

  • Honoré Daumier

    Zur Ernsthaftigkeit der Komik

    Wie Karikaturen funktionieren und warum Daumier für sie ins Gefängnis kam.

  • Honoré Daumier

    Ein kritischer Zeitgenosse

    Kuratorin Dr. Astrid Reuter im Interview zur Ausstellung.

  • Seit November 2022 ist Dr. Astrid Reuter Sammlungsleiterin für die Graphische Sammlung bis 1800 im Städel Museum, Foto: Norbert Miguletz
    Fünf Fragen an

    Astrid Reuter

    Seit November 2022 verantwortet Astrid Reuter die Kunstwerke der Graphischen Sammlung bis 1800.

Förderer & Partner

Gefördert durch
Städelscher Museums-Verein e. V.

Kulturpartner
hr2-kultur