Ernst Ludwig
Kirchner

Retrospektive

23. April bis 8. August 2010

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Gründungsmitglied der Künstlervereinigung „Brücke“ und einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus, hatte prägenden Einfluss auf die Kunst der klassischen Moderne. Das Gesamtwerk des Malers, Grafikers und Bildhauers würdigte das Städel Museum mit der ersten, über 180 Werke umfassenden Retrospektive in Deutschland seit 30 Jahren.

In Frankfurt fand 1916 nicht nur eine der ersten Kirchner-Ausstellungen überhaupt statt, das Städel war auch eines der ersten Museen, das bereits 1919 Gemälde von Kirchner erwarb. Aufbauend auf der hauseigenen Kirchner-Sammlung, die mit zahlreichen Hauptwerken zu den bedeutendsten weltweit zählt, präsentierte die Ausstellung Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Die Retrospektive ermöglichte einen neuen Blick auf die verblüffende Modernität Kirchners, dessen exzessives Leben in seiner Kunst auf unvergleichliche Weise seinen Niederschlag fand.

Für das Ausstellungsprojekt konnten großartige Leihgaben wie „Das Soldatenbad“ aus dem Solomon R. Guggenheim Museum in New York, „Marcella“ aus dem Moderna Museet in Stockholm oder Kirchners Straßenszene aus dem Museum of Modern Art in New York gewonnen werden. Die Teile des monumentalen Triptychons „Die Badenden“ – das Kirchner selbst als eines seiner stärksten Werke bezeichnete – konnten in der Ausstellung erstmals seit 1933 wieder vereint werden. Zudem wurde der Öffentlichkeit erstmals die restaurierte Rückseite „Liegende Frau in weißem Hemd“ aus dem Städel Museum präsentiert. Weitere Werke kamen aus der Pinakothek der Moderne in München, dem Kirchner-Museum in Davos, dem Brücke-Museum und der Neuen Nationalgalerie in Berlin, dem Centre Pompidou in Paris sowie dem Saint Louis Art Museum und der National Gallery of Art in Washington.

KURATOR: Dr. Felix Krämer, Städel Museum
ERMÖGLICHT DURCH: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH
GEFÖRDERT DURCH: Art Mentor Foundation Lucerne, Bank of America Merrill Lynch und die Roman Norbert Ketterer Stiftung

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